Aktivität der Feldmäuse in den Winterkulturen!

Bereits vor Winterbeginn zeichnete sich insbesondere auf den Winterrapsflächen die Besiedlung durch Feldmäuse ab. War die Aktivität der Schadnager zuvor zumeist auf Feldränder, Wege und angrenzende Grünlandflächen beschränkt, so ist die Einwanderung der Feldmäuse durch die auffälligen Fraßnester in den Winterkulturen sichtbar. Dichteermittlungen im Ackerfutter bzw. Grünland im Herbst zeigten in einigen Fällen stark erhöhte Befallswerte weit über dem Bekämpfungsrichtwert. Eine Zusammenfassung der Dichteermittlungen des Vorjahres nach Regionen bietet folgende Übersicht. Die Befallssitiuation ist von Region zu Region schlagweise sehr unterschiedlich, so dass ein Begehen der betrieblichen Flächen angeraten wird.
Erste Kontrollen in bekannten Befallsregionen weisen auf verstärkte Aktivitäten der Schadnager hin. Um einen Überblick zur Befallssituation im eigenen Betrieb zu erhalten, sind prädestinierte Flächen mittels Lochtretmethode zu kontrollieren. Dafür sind auf der Fläche 250 m² abzustecken, alle Feldmauslöcher zuzutreten und nach 24 Stunden die Anzahl der wiedergeöffneten Löcher auszuzählen. Ergibt die Auszählung 5 bis 8 wieder geöffnete Löcher, dann empfiehlt sich eine zeitnahe Bekämpfung mit einem Zinkphosphid-haltigen Köder. Bekämpfungsmaßnahmen dürfen nur unter Berücksichtigung der Anwendungsbestimmungen zum Artenschutz NT802-1, NT803-2, NT820-1/-2/-3 erfolgen. Nähere Informationen können hier abgerufen werden. Ab dem 1. März ist in aktuell nachgewiesenen Vorkommensgebieten des Feldhamsters kein Rodentizdeinsatz mehr erlaubt. Das Ausbringen von Feldmausködern ist nur mit der Legeflinte und mit der Köderlegemaschine (NT664-1) gestattet. Mit der Legeflinte sind die Köder gezielt in die Löcher abzulegen und die Löcher (wie oftmals kommuniziert) nicht zuzutreten bzw. zu verschließen.