Winterraps 2024
03.05.2024
Der Winterraps befindet sich noch in voller Blüte. Kohlschotenrüssler sind zu finden, aber unterhalb des Bekämpfungsrichtwertes. Gleichzeitig sind reichlich Nützlinge, wie Schlupfwespen zu beobachten.
19.04.2024
Frühzeitig befinden sich schon die ersten Rapsflächen in der Vollblüte. Hier sind fungizide Behandlungen gegen Sclerotinia durchzuführen.
Durch die kühlen regenreiche Temperaturen hat ein weiterer Zuflug der Kohlschotenrüssler in die Rapsbestände nachgelassen
12.04.2024
Viele Rapsflächen blühen. Apothecienkeimungen wurden auf Rapsschlägen des Vorjahres festgestellt. Die Rapsblüte könnte sich in diesem Jahr über einen längeren Zeitraum erstrecken. Das Prognosemodell SkleroPro spricht aktuell die Notwendigkeit einer schlagspezifischen Behandlung ab BBCH 63 aus. Beste Ergebnisse ergaben Behandlungen zu BBCH 63-65.
05.04.2024
Die Rapsflächen befinden sich größtenteils im BBCH 57 bis 61 und eine frühe Blüte ist
zu erwarten.
Ein ständiger Neuzuflug der Rapsglanzkäfer ist weiter zu beobachten, deshalb sollten
weiterhin die Befallsstärke kontrolliert werden. Einzelne Stängelrüssler sind in den
Gelbschalen noch zu finden.
Mit Blühbeginn ist das Augenmerk auf die Schotenschädlinge (Kohlschotenrüssler und
Kohlschotenmücke) zu richten. Bislang wurden diese Schädlinge noch nicht in den Beständen beobachtet.
28.03.2024
Die meisten Rapsbestände haben das BBCH Stadium BBCH 55 (mittlere Knospe) erreicht.
Die wechselhaften, teilweise windigen Witterungsverhältnisse gestalten eine insektizide Behandlungsentscheidung schwierig. Die Anzahl der RGK/Pflanze nimmt tendenziell zu, liegt aber noch deutlich unter dem BRW von 10 Käfer/Haupttrieb.
An den einzelnen sonnigen, warmen Tagen ist mit einem weiteren Zuflug der RGK zu rechnen. Behalten Sie deshalb weiterhin Ihre Rapsbestände im Blick
22.03.2024
Die Rapspflanzen befinden sich im Knospenstadium (BBCH 50 bis 53). Hier kann der
Rapsglanzkäfer die geschlossene Knospe durch seine Fraßtätigkeit schädigen. Bislang
tritt dieser Schädling nur im geringfügigen Umfang von 1 bis 2 Käfern pro Haupttrieb
auf.
die Bekämpfungsschwelle liegt bei
10 Rapsglanzkäfern pro Haupttrieb
15.03.2024
Nachdem die ersten Stängelschädlinge in den Gelbschalen zu finden waren und im
südlichen Bereich des Regionaldienstes die Bekämpfungsrichtwerte überschritten wurden, sind örtlich die Behandlungen erfolgt.
Die Knospen sind in den Rapsbeständen vielerorts zu sehen. Gleichzeitig konnten
Rapsglanzkäfer (RGK) und Stängelrüssler an den Pflanzen bonitiert werden.
Die Bonitur sollte im Bestand durchgeführt werden. Sind im Durchschnitt > 10 Rapsglanzkäfer/Pflanze in einem normal entwickelten Bestand vorhanden, ist im Knospenstadium, wo die Käfer schädigen, eine Bekämpfung angeraten.
05.03.2024
Am Standort Groß Kiesow, südlich von Greifswald wurde der Bekämpfungsrichtwert mit 14 Großen Rapsstängelrüsslern überschritten. Im direkt nebendran liegendem Alt- Raps sind in den letzten zwei Wochen 100te Rüssler erwacht. Der Druck war also da und direkt neben dran. Durch das windstille, warme Wetter am Wochenende konnten also die ersten Rüssler Ihren Weg zum aktuellen Raps auf sich nehmen. Doch der Wind und die kommende Kälte machen es ihnen schwer, schnell das gesamte Feld zu besiedeln.
Auf den Schlägen, auf denen der Bekämpfungsrichtwert nach dem warmen Wochenende überschritten wurde, kann bei gegebener Wetterlage durch eine Teil- /Randbehandlung ebenfalls mit Erfolg gerechnet werden. Da unsere Gelbschalen im Feldes Inneren noch immer leer sind und uns eine Kälteperiode die nächsten Tage erwartet.
23.02.2024
Die Rüssler sind nun auch in MV endgültig aus ihrem Winterschlaf erwacht. Aufgrund der hier späteren Bodenerwärmung sind unsre Gelbschalen auf dem aktuellen Raps noch immer leer. Regionale Unterschiede lassen sich sehr gut über die Befallserhebung der verschiedenen Regionen erkennen (siehe Bild).
Die Höchstwerte des Erwachens (ab 5°C Bodentemperatur) waren 23 gefleckte Kohltriebrüssler (Rügen Süd) in der GS die nahe eines alt Raps in einer Hecke stand und 18 Große Rapsstängelrüssler auf der alt Raps Fläche unsres Versuchsfelds in Groß Kiesow. Es wurden in allen GS auf den Alt Raps Flächen und in den Hecken Rüssler bonitiert, davon waren die Mehrheit Gefleckte Kohltriebrüssler.
Der Druck hält sich in Grenzen, selbst in besonders warmen Waldlagen wurde der Richtwert des Erwachens von 30 Rüsslern in der GS nicht überschritten. Stellen sie jetzt die GS auf ihre Rapsflächen, sollte dies noch nicht geschehen sein.
Die Rüssler beginnen bei 10°C Tagestemperatur die Rapsflächen aufzusuchen, bei Windstille und nah gelegenem Altraps kann das durchaus schnell gehen.
14.02.2024
Die ersten Jecken Rüssler erwachen pünktlich zum Ende des Karnevals und wünschen allen noch grad so rechtzeitig ein freudiges Helau und Alaaf. Was sie uns damit mitteilen wollen ist, dass spätestens jetzt die Gelbschalen raus aufs Feld müssen.
Unser Bodenthermometer im Versuchsfeld zeigte schon öfters > 5°C an und so konnten wir in unsren Gelbschalen sowohl einen Großen Rapsstängelrüssler als auch schon gefleckte Kohltriebrüssler auf den Altrapsschlägen in geschützten Waldlagen finden.
Das "große Erwachen" wird wohl aber erst bei anhaltenden 10°C Lufttemperatur erwartet. Auf den aktuellen Rapsschlägen blieben die Gelbschalen weiterhin leer.
08.12.2023
Der Raps geht gut bis sehr gut entwickelt in den Winter. Unsere Bonituren auf Wurzelschaden durch die Larven der Kleinen Kohlfliege und den Rapserdflohbefall sind durchgeführt worden. Die Schäden durch die Kleine Kohlfliege sind gegenüber dem Vorjahr höher, werden aber durch die gut ausgebildeten Rapswurzeln kompensiert. Die Befälle durch Rapserdflohlarven sind in unbehandelten Parzellen sehr differenziert. Auch hier wurden höhere Befallsstärken gegenüber dem Vorjahr bonitiert. Durchgeführte Insektizidmaßnahmen haben die Zahl der Erdflohlarven in den Pflanzen verringert. Insektizide mit dem Wirkstoff Cyantraniliprole zeigten eine gute Wirkung.
03.11.2023
Es ist eine weitere Abnahme der Fänge in den Gelbschalen zu beobachten. Die Anzahl der Einstiche und Vernarbungen sind moderat und an den Rapspflanzen zu finden.
20.10.2023
Die Fänge in den Gelbschalen nehmen ab. jetzt ist die Zeit das die Larven des Rapserdflohes schlüpfen und in die Pflanzen des Rapses einwandern. Gut zu sehen sind die Einstichstellen und Vernarbungen an den Blattstielen.
Beobachtungen an den Wurzeln der Rapspflanze ergaben, dass in diesem Jahr örtlich die kleine Kohlfliege aktiver war im Vergleich zu den letzten Jahren. Larven der Kleinen Kohlfliege fressen an den Wurzeln.
13.10.2023
Ganz ohne Unheil und schwarzen Katzen neigt sich die sehr durchwachsene Woche dem Ende zu. In unseren GS blieb es weitestgehend ruhig. Zwischen 2-12 REF konnte man bonitieren. Die Rapserdflohlarven sind jetzt auf den allermeisten Schlägen in den Blattstielen zu finden. Falls man sich für den Einsatz des teilsystemischen Wirkstoffes Cyantraniliprole entschieden hat, wäre bei besserem Wetter und Überschreiten des BRW, ab nächster Woche, ein guter Zeitpunkt dafür.
06.10.2023
Und noch einmal sind diese Woche 20-30 REF in der Mehrheit unserer GS gelandet. Ebenfalls wurden die ersten Rapserdflohlarven im Blattstiel gefunden.
Kontrollieren Sie Anfang nächster Woche Ihre GS. Bei überschreiten des Bekämpfungsrichtwerts, sollten Sie das für nächste Woche angekündigte sturmfreie Wetter zum Spritzen nach guter fachlicher Praxis ( § 2a des ) nutzen. Auch die Wachstumsreglermaßnahmen in besonders weiten Rapsbeständen haben bis nächste Woche zu warten!
29.09.2023
Rapserdfloh
Die Biologie des Raps Erdflohs ist stark Temperatur abhängig. Der September war dieses Jahr sehr warm, mit warmen Nächten, sodass zu vermuten ist, dass die Entwicklung des Erdflohs zügig voran schritt. Um diese Vermutung zu bestätigen sollte man ab jetzt nach den Einstichlöchern in den unteren Blättern der eventuell schon geschlüpften Larven schauen. Noch wurden auf unsren Kontrollflächen keine Einstichlöcher gefunden.
Einen massiven Zuflug gab es in der zweiten und dritten September Woche, hier wurde bei vielen Flächen der Grenzwert von 50-75Käfer in der GS innerhalb nur einer Woche überschritten.
Blattläuse
Vielleicht ist manch einer dieses Jahr von der hohen Anzahl an Blattläusen im Raps überrascht. Diese stellen nur als Überträger des Wasserrübenvergilbungsvirus (TuYV) eine wirkliche Gefahr für Rapspflanzen des jetzigen Entwicklungsstands dar.
Anbau TuYV-resistenter Sorten kann hier helfen innere Ruhe zu finden.
22.09.2023
Aufgrund der ansteigenden Rapserdfloh (REF) Funde in den Gelbschalen wurden die ersten Insektizid Maßnahmen durchgeführt. Lassen Sie sich nicht von den Zahlen einzelner Schläge unter Druck setzen. Ob Handlungsbedarf besteht erkennen Sie am besten durch GS auf jedem einzelnen Ihrer Schläge. Je nach Saatzeitpunkt und der Nähe zu noch stehenden oder nicht mehr stehenden Altrapsschlägen ist der Druck stark schlagabhängig.
Haben Sie einen dichten Bestand von 35-40 Körner/m² dürfen Sie Ruhe bewahren bis Sie die 70 REFs bonitiert haben, bei geringen Saatdichten von 20 - 25 Körnern/m² besteht schon ab 50 REFs in der GS innerhalb 3 Wochen Handlungsbedarf.
"Schnecken checken"
Wer nicht schon präventiv Schneckenkorn ausgebracht hat, sollte mit einem nassen Sack oder einer Schneckenfolie und etwas Schneckenkorn darunter schauen ob Befallsdruck vorhanden ist. Eine exakte Ermittlung des Bekämpfungsrichtwertes ist schwierig.
Bei dichteren Beständen sind 3-4 Schnecken/m² innerhalb einer Woche tolerierbar, bei weniger dichten beständen sollte ab 1-2 Schnecken/m² gehandelt werden.
Sollte es die nächsten Tage tatsächlich mal regnen wäre das ein guter Moment um Schnecken zu bonitieren.
An den ersten grünlandnahen Standorten wurden innerhalb einer Woche 3-4 Schnecken/m² bonitiert.
15.09.2023
Der Rapserdfloh nimmt fahrt auf. An einigen Standorten sind die Grenzwerte überschritten worden. Der Druck ist stark schlagspezifisch, kontrollieren Sie Ihre Bestände genau. Notieren Sie sich die genaue Anzahl der REF's in der Gelbschale. So bekommen Sie einen besseren Überblick ab wann gehandelt werden sollte. Denn was vor 3 Wochen noch in der GS gefunden wurde, findet man dann heute vielleicht doch nicht mehr im Kopf.
08.09.2023
Es sind Rapsbestände zwischen BBCH 10-15 zu finden. Der Zuflug des Rapserdflohs ist noch gering, vereinzelt werden Käfer im Bestand und in den Gelbschalen registriert.
Schaderreger | Bekämpfungsrichtwert (BRW) | |
Rapserdfloh | bis BBCH 14 | 10 % zerstörte Blattfläche |
ab BBCH 14 | 50 Käfer/Gelbschale in 3 Wochen |
01.09.2023
Je nach Aussaattermin sind Rapsbestände zwischen Auflaufen und BBch 12 zu finden. Das Auftreten tierischer Schaderreger, wie der Rapserdfloh, die Ackerschnecke oder die kleine Kohlfliege ist bislang sehr gering und nicht bekämpfungswürdig.
Das Aufstellen von Gelbschalen ist hilfreich zur Einschätzung, welche Schädlinge aktiv sind.
24.08.2023
Erste Rapssaat ist im Boden und aufgelaufen. Jetzt ist auf dem Lochfraß durch Rapserdflöhe zu achten. Der Bekämpfungsrichtwert für den Rapserdfloh liegt bei 10% Lochfraß am Blatt.
Gelbschalen dienen im Moment zur Orientierung, ob die Erdflöhe aktiv sind. Auch das Auftreten von Rapserdflöhen auf Pflanzen oder der Erdoberfläche ist mit zu beobachten.